Auch in der Logistik ist das Bewusstsein für den Klimaschutz angekommen. Schon früh in der Geschichte der Logistikdienstleister setzten diese auf Umweltstandards wie ISO 14001 und auf spezifische Kundenanforderungen zu Umwelt und Klima. Damit übernahm die Logistikbranche schon weit vor dem Beginn der Klimadebatte ihre Vorbildfunktion für Umweltschonung und Klimaschutz. Vielfach auch im eigenen Interesse wurden Innovationen angestossen und bis heute komplexe, analoge Prozesse konsequent optimiert und digitalisiert. Damit erhöhten sie die Prozesseffizienz, beschleunigten die Durchlaufzeiten der Warenflüsse und erzeugten gleichzeitig verschiedene Nachhaltigkeitseffekte.
Tiefe Retourenquote – grosse Schonung der Umwelt
Eine grosse Wirkung auf die Klimafreundlichkeit hat die Retourenquote im Handel. Am besten ist es, Retouren ganz zu vermeiden. Gerade in Branchen wie der Modeindustrie, in der diese Quote zwischen 40 und 60 Prozent liegt, sind Retouren nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch eine grosse Herausforderung für die Logistik- und für die Modebranche selbst. Geeignete Konzepte für ein nachhaltiges Retourenmanagement gibt es und sie werden in der Zukunft noch relevanter werden.
Technologische Machbarkeiten erhöhen den Innovationsgrad und senken Umweltbelastungen
Virtuelle Angebote bieten Kunden die Gelegenheit, Produkte vor der Bestellung ausgiebig zu testen, zu erleben und fangen so einige Nachteile des Onlinehandels auf. Hochauflösende Bilder und Technologien wie Virtual Reality oder 3D-Konfiguratoren machen es möglich.
Darüber hinaus spielt die Optimierung der Produktinformationen und -präsentation im Onlineshop eine wichtige Rolle und verringert die Retouren. Ebenfalls bietet das Thema Data Sourcing eine Chance, denn wer mehr über die Retouren-Gründe erfährt – und das automatisiert, kann sein Warenangebot den Kundenwünschen anpassen und vermeidet so Retouren dank Technologie und Digitalisierung.
