Datenströme werden mehr und mehr zu Geschäftsfeldern von Supply Chain Management. Daten als neues Gold, heisst es eben auch in der Logistik. Damit das Datenmanagement aber seine wichtige Rolle in der Logistik einnehmen und helfen kann, die Prozesse zu optimieren und die Effizienz zu steigern, braucht es einiges an Grundarbeiten im Prozessmanagement sowie eine smarte und stabile IT-Basis.
Nebst der laufenden Prozessanpassung, mit dem konsequenten Blick auf die Kunden, in Teil-und Gesamt-Prozessen zu denken und zu handeln, sind es vor allem die Datenintegration und -Analyse, die Fähigkeit Daten in Echtzeit zu nutzen und dies in der geforderten Datenqualität und natürlich unter Einhaltung von Datenschutz und Informationssicherheit.
Der Reihe nach. Damit die Logistiker wirklich in der Lage sind, die gesamte Supply Chain zuverlässiger und effizienter zu managen, ist die Grundvoraussetzung, dass Ist- und Soll-Prozesse exakt aufeinander passen und dass die Basisdaten korrekt, validiert und vollständig sind. Das heisst denn auch, dass die vorhandenen Daten aus den verschiedensten Quellen und unterschiedlichsten Systemen wie zum Beispiel Lagerverwaltung, Kundendaten, Materialstammdaten, Statusdaten, Auftragsdaten etc. vollständig und richtig sein müssen. Zu ein und derselben Sendung, demselben Auftrag gibt es, je nach der Datenquelle (ERP, Spediteur, Logistiker, Reeder, Handling-Terminal, Luftfracht-Carrier, lokaler Logistikbetrieb etc. ), unterschiedliche Herausforderungen zu einer einheitlichen Datenbasis und einer nutzbaren Datenqualität.
Datenmanagement 360-Grad – Nutzen für alle Prozessbeteiligten
Dazu dient eine fundiert nutzbringende Datenintegration. Sie sorgt für eine reibungslose Kommunikation und Abstimmung (Daten- und Informationsfluss) zwischen all diesen Systemen. Die dann mögliche Datenanalyse hilft bei der Identifizierung von Trends und Mustern. Mit dieser Erkenntnis können die Logistikunternehmen ihre Prozesse noch besser optimieren und Kosten sparen. Mit der Datenerfassung in Echtzeit können sie auch verarbeitet und wiederum den Nutzern in Echtzeit zur Verfügung gestellt werden. So kann das Unternehmen schnell auf Änderungen reagieren. Dabei ist klar, dass die relevante Datenqualität auch entscheidend für die Genauigkeit und Zuverlässigkeit von Entscheidungen ist. Im Kontext von Datenschutz und Datensicherheit müssen sensible Daten wie zum Beispiel Kundenadressen und Liefertermine vor unbefugtem Zugriff geschützt werden, um die Privatsphäre der Kunden zu gewährleisten und Betrug zu verhindern.
Faktor Mensch – Bindeglied zu Prozessen und Daten
Auch wenn nun Prozess- und Datenmanagement als Grundlagen fixiert sind, bleibt der Mensch in seiner Rolle, Funktion und Motivation. Die funktionale und persönliche Bereitschaft, Daten zu teilen, ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen einer durchlässigen Nutzung im modernen und smarten Datenmanagement. Nur der anhaltende Wille zum Teilen der Daten ermöglicht dem Unternehmen, mittels konsequent fundiertem Datenmanagement sein Datengold auch zu schröpfen.
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