Logistik und Supply Chain Management sind geprägt von Interaktionen entlang der gesamten Liefer- und Wertschöpfungskette. Besonders in Krisenzeiten, bei instabilen Lieferketten und bei speziellen Kundenwünschen, macht ein „smartes Zusammenarbeiten“ verschiedener Leistungserbringer durchaus Sinn, schärft die Kompetenzen der Partner in ihren Angeboten und fördert die Flexibilität der Organisationen.
Ob dies bei komplexen Kundenprojekten ausserhalb der eigenen Organisationen oder innerhalb geschieht, ist in erster Linie nicht relevant. Wichtig ist, dass überhaupt eine sich ergänzende Logistik-Kompetenz entsteht. So, dass sich die Leistungskompetenz oder die organisationsübergreifende Supply-Chain-Plattform vorwärts in Richtung der Kundenwünsche integrieren kann.
Partnerschaften und vergleichbare Kollaborationen können auch einfach nur punktuell erfolgen, zum Beispiel bei externen Turbulenzen, sich einander auszuhelfen bei einem fehlenden Logistik-Ersatzteil wie zum Beispiel für einen speziellen Kran und etwas grösser gedacht, wo es primär darum geht, Wissen und Erfahrungen auszutauschen, Kostenvorteile zu erzielen oder sich in Kundenprojekten, während der Projektdauer, zu ergänzen.
Sinnhaftigkeit steht im Fokus der Partnerwahl; gleiche Werte, Philosophie und ein gewisser Vertrauensvorschuss für den Partner. In oder ausserhalb der Zusammenarbeit sind offenes Teilen von Informationen, klare Rollenverteilung und -definition zwischen den Teilnehmern, Regeln und Erwartungshaltung einander gegenüber, grundlegende Voraussetzungen für das Funktionieren. Kollaborative Netzwerke stellen einzelne Unternehmen dar, die sich zusammenschliessen, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen und zu erfüllen.
In solchen Kollaborationen sind die Unternehmen meist autonom, heterogen und gar geografisch verteilt. Heute sind solche Allianzen und kollaborative Modelle vielfach im Supply Chain Management zu finden. Da sind es die Logistikplattformen, die als organisationale Strukturen, das Management von Wertschöpfungsketten und Verbindungspunkten zwischen den Partnern wahrgenommen werden.
